Wie kam das?

Wir sind stolz, 2016 unseren zehnten Geburtstag zu feiern. ROTERFADEN und der TASCHENBEGLEITER wurden im Rahmen eines Design-Diploms 2006 geboren. Das angemeldete Diplomthema lautete »Kalender«. Wie sehen Organiser und Kalenderbücher in den Taschen der Leute aus? Was kann hier verbessert werden?

#

Maximale Freiheit

BEATE MANGRIG hat gemerkt: Die verschiedenen Formen der Selbstorganisation schreien laut nach einem »System mit maximaler Freiheit«.
Auf der Suche nach einer modularen Lösung wurden hohe Ziele gesetzt. Beispielsweise soll man ohne Lochungen auskommen. Die Zettelwirtschaft darf bleiben. Mit Zetteln zu arbeiten muss nicht Chaos bedeuten. Es wurde viel ausprobiert, gebaut, gefragt, gestaltet, und schließlich ging es zum Patentamt.

Das Studium an der HOCHSCHULE DER BILDENDEN KÜNSTE SAAR kann interdisziplinär gestaltet werden. So waren neben dem Typografie-Atelier auch die Werkstätten und die Materialbibliothek der Produktdesigner während der Entwicklung beliebte Aufenthaltsorte gewesen.

Das Ziel »Maximale Freiheit« war mit dem Klammermechanismus im Inneren der Mappe erreicht.
Auch DIN Formate »zu erlauben« war eine wichtige Entscheidung. Wo »Betriebswirtler-von-Vorgestern« Sonderformate und Sonderlochungen vorschlugen (»dann verkauft ihr doch mehr Hefte!«), setzte Beate Mangrig auf Freiheit beziehungsweise auf Unterstützung der unterschiedlichen Bedürfnisse. Im TASCHENBEGLEITER lassen sich alle Papiere verwenden. So passt beispielsweise ein gefaltetes DIN A4 Blatt (eigene Ausdrucke) in den TASCHENBEGLEITER A5.

#

Corporate Design

Die Namensgebung und das Corporate Design waren auch Teil des Diploms, denn irgendwann war klar, dass es nach dem Diplom weiter geht. Sieben Monate später war ROTERFADEN geboren, und die Diplomarbeit bekam neben ersten Verkäufen auch eine Auszeichnung der Hochschule. 

#

Vom Prototypen zum Startup

Fast ein Jahr dauerte es vom Prototypen zur Serie. Besonders die Suche nach einem geeigneten Hersteller für unsere Klammern war zeitaufwändig, und viele »Kinderkrankheiten« mussten geheilt werden. Die Näherin, welche gemeinsam mit Beate Mangrig immer wieder ausprobierte und verbesserte, näht noch heute nahezu jeden unserer TASCHENBEGLEITER. Erste Händler konnten gewonnen werden und auch der erste eigene Webshop wurde auf die Beine gestellt. Im Juli 2007 wurde das Gewerbe angemeldet. Der erste Webshop ging im November 2007 online.

#

Vom Startup zur Marke

Weil das Produkt so praktisch ist, war die Nachfrage von Anfang an sehr hoch. Hilfreich für den Start waren ab 2008 die zahlreichen positiven Berichte in der Presse. So wuchs aus einem Projekt ein kleines Unternehmen. Weitere TASCHENBEGLEITER-Formate kamen hinzu. weiterlesen

#